Corona und Onboarding?

Die Coronavirus-Pandemie, wegen der sich die halbe Republik mittlerweile im Homeoffice befindet, stellt viele Firmen gerade beim Start von Mitarbeitern vor Herausforderungen. Selbst wenn die Neuen vom Start weg ihre Aufgaben vom heimischen Schreibtisch aus erledigen können, müssen viele Dinge jetzt anders organisiert werden als sonst – von der Ausrüstung mit den technischen Geräten bis zum Kaffeetrinken mit den Kollegen.

Die wohl größte Hürde: persönliche Beziehungen aufzubauen, ohne den anderen jemals getroffen zu haben. Normalerweise lässt sich gerade in der Anfangszeit durch spontane Gespräche im Vorbeigehen oder beim gemeinsamen Mittagessen am schnellsten herausfinden, mit welchen Kollegen man auf einer Wellenlänge ist, und mit wem man sich auch mal über Probleme austauschen kann. Das fällt nun weg.

Man versucht somit vielerorts für alles, was bisher in Präsenzform stattgefunden hat, Alternativen zu finden. Statt zusammen zum Mittagessen zu gehen, macht man einen virtuellen Lunch. Somit kann man zumindest gemeinsam Pause machen und unterhält sich beim Essen. Andere Teams machten virtuelle After-Work-Partys. Das klingt erst mal komisch, aber es ermöglicht, den Teamgeist beizubehalten und es ist gerade für neue Mitarbeiter wichtig, um ein Teamgefühl entstehen zu lassen und die Kollegen zumindest virtuell schon einmal etwas besser kennenzulernen.

Andere Unternehmen organisieren virtuelle Sportkurse für ihre Mitarbeiter, um den Neuen beim Kontakteknüpfen zu helfen. Es ist Aufgabe der Führungskräfte, deutlich mehr Zeit für Gespräche einzuplanen und neue Kollegen aktiv in Kontakt mit anderen zu bringen. Dennoch bleibt die Möglichkeit, schnell Vertrauen aufbauen zu können,  ein Stück weit auf der Strecke.

Das zeigt sich schon im Bewerbungsprozess. Es ist zwar mittlerweile vielfach Standard, dass die Bewerbung online eingeht und das erste Gespräch per Telefon stattfindet. Normalerweise folgt dann jedoch meistens ein persönliches Interview, zu dem sich ein Personaler und jemand aus der Fachabteilung mit den Kandidaten treffen. In der aktuellen Lage findet nun auch das meist per Videokonferenz statt.

Es funktioniert sicher meistens auch so, aber auf dem Weg eine wirklich vertrauensvolle Basis zu schaffen ist nicht einfach. Ein „Paten-Modell“ wurde ja in vielen Unternehmen auch vorher oft schon praktiziert, aber diese Bezugsperson wird jetzt natürlich noch wichtiger.

Das Kennenlernen erfolgt momentan oft per Skype. Vor Ort findet meist nur noch das Aushändigen von Laptops und weiteren Utensilien statt. Manche lösen sogar diesen Schritt derzeit ohne persönliches Treffen und schicken Laptop, Smartphone etc. zu den neuen Kollegen nach Hause. Anders als sonst bekommen diese die technische Infrastruktur dann schon vor ihrem ersten Arbeitstag. Um die Geräte ordnungsgemäß in Betrieb zu nehmen und um weitere technische Fragen zu klären, kann die IT-Abteilung per Telefon kontaktiert werden. Zudem gibt es Onlinekurse, in denen die Neulinge lernen, wie sie zum Beispiel die relevanten Laufwerke finden.

Quelle: welt.de

Corona und Bewerbung?

Viele Unternehmen haben ihren Betrieb wegen der Corona-Krise zwangsweise herunterfahren müssen. Jede Menge Arbeitnehmer müssen sich mit Kurzarbeit behelfen. Wen es ganz hart trifft, der verliert sogar seinen Job. Und wer sich aktuell bei einem Unternehmen bewerben möchte oder bereits mitten im Bewerbungsprozess steckt, für den ergeben sich natürlich auch einige Fragen.

Die Corona-Krise führt dazu, dass Arbeitgeber weniger Leute einstellen, um Kosten zu sparen. Stellenanzeigen in den Jobbörsen sind daher zurzeit bereits sehr ausgedünnt. Viele Unternehmen haben einen Einstellungsstopp. Die meisten Firmen sind aktuell mit der Koordinierung ihrer betrieblichen Abläufe während der Krise beschäftigt.

Wer eine Stellenausschreibung findet und sich bewerben möchte, kann das natürlich weiterhin tun. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass sich der gesamte Bewerbungsprozess höchstwahrscheinlich verzögert. Es empfiehlt sich zudem, beim Unternehmen vorher nachzuhaken, ob die Stellenanzeige immer noch aktuell ist.

Wer sich bereits beworben hat und vielleicht sogar schon in Verhandlungen mit einem potenziellen Arbeitgeber steckt, sollte nachfragen, wie es um seine Bewerbung steht. Wer höflich nachfragt und Verständnis für die Situation zeigt, der bekommt in der Regel auch schnell eine Antwort. Das zeigt dem Arbeitgeber im Übrigen, dass man wirklich Interesse an der Stelle hat.

Quelle: Merkur.de